Zum Hauptinhalt springen
Reichtagskuppel mit Besuchern Reichtagskuppel mit Besuchern Reichtagskuppel mit Besuchern Reichtagskuppel mit Besuchern Reichtagskuppel mit Besuchern

Geschichte/Zeitgeschichte

4 Kurse
Barbara Inneberger
Fremdsprachen/Politik/Gesellschaft

Loading...
SEITENWECHSEL: "Medizin zwischen Machbarkeit und Vertretbarkeit. Was Medizinethik bei schwierigen Fragen leistet"
Fr. 03.07.2026 19:00
  Bad Reichenhall
Einzelveranstaltungen -

Die Medizin kann heute mehr als je zuvor. Genetische Tests erlauben personalisierte Krebstherapien, genomische Analysen eröffnen neue Möglichkeiten der Früherkennung, und auf Intensivstationen stehen Technologien zur Verfügung, die das Leben weit über bisherige Grenzen hinaus verlängern können. Doch was medizinisch möglich ist, ist nicht automatisch sinnvoll, gerecht oder im Sinne der Betroffenen. Zwischen dem Machbaren und dem Vertretbaren klafft oft eine Lücke – und genau hier setzt Medizinethik an.




Prof. Dr. Eva Winkler, ist Ärztin und Ethikerin - sie leitet das Institut für Medizin- und Datenethik an der Medizinischen Fakultät Heidelberg, zeigt in ihrem Vortrag, wie ethisches Denken in der modernen Medizin konkret angewendet wird: nicht als Bremse oder Verbotsliste, sondern als Werkzeug, das hilft, implizite Wertkonflikte sichtbar zu machen, Entscheidungsprozesse zu strukturieren und die Interessen von Patientinnen und Patienten zu schützen – auch dort, wo andere Interessen  im Raum stehen.




Personalisierte Krebstherapien versprechen gezieltere Behandlung – aber sie sind teuer, wirken nur bei einem Teil der Patienten. Wie entscheiden wir hier, was wir hier anbieten können? Das Beispiel führt in die Welt der personalisierten Onkologie: Wer profitiert wirklich von teuren Krebstherapien – und wer entscheidet, wer Zugang bekommt? Studien zeigen, dass Rationierung im deutschen Gesundheitssystem längst stattfindet, aber ungesteuert und ohne ethischen Rahmen. Medizinethik schärft hier die Kategorien und benennt, welche Entscheidungen auf welcher Ebene getroffen werden müssen.




Genomische Tests können Neugeborene auf hunderte Erkrankungen untersuchen – aber hat ein Kind das Recht, später selbst zu entscheiden, was es über sein Erbgut wissen möchte? Das zweite Beispiel ist das genomische Neugeborenenscreening: Technisch ist es heute möglich, Neugeborene auf hunderte genetischer Erkrankungen zu testen. Eltern wünschen sich diese Information – nicht zuletzt für die eigene Lebensplanung. Aber hat das Kind ein Recht darauf, später selbst zu entscheiden, was es über sein Erbgut wissen möchte? Winkler stellt vor, wie ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Heidelberg ethische Kriterien entwickelt hat, die Kindeswohl und Elterninteressen in ein begründetes Verhältnis setzen.




Und wenn schwerkranke Patienten maximale Therapie wünschen, obwohl die Prognose schlecht ist – zählt allein ihr Wunsch, und wie wägt man Autonomie gegen Fürsorge ab? Das dritte Beispiel ist das persönlichste: Entscheidungen am Lebensende. Studien zeigen, dass die Wünsche schwerkranker Patientinnen und Patienten und die tatsächliche Behandlung oft weit auseinanderliegen. Winkler zeigt, warum das so ist – und was klinische Leitlinien und strukturierte Ethikberatung daran ändern können.




Diese Fragen lassen sich nicht allein mit medizinischem Wissen beantworten. Sie brauchen einen Rahmen – und genau das leistet Medizinethik. Der Vortrag richtet sich an alle, die neugierig sind, wie in der Medizin Entscheidungen fallen , was Ethik dabei leisten kann und wie dieses Wissen für eigene schwierige Entscheidungen hilfreich sein kann. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.






Eva Winkler  ist eine deutsche Ärztin und Medizinethikerin. 2024 wurde sie in den Deutschen Ethikrat berufen, dem sie als stellvertretende Vorsitzende angehört. Sie ist außerdem Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.


Akademischer und beruflicher Werdegang: Sie  studierte  Humanmedizin an der Universität Heidelberg sowie an der Freien Universität Berlin. Von 2002 bis 2004 war sie Forschungsfellow in Medizinethik an der Division of Medical Ethics der Harvard Medical School sowie am Edmond and Lily Safra Ethics Center der John F. Kennedy School of Government, gefolgt von einer Fellowship am Massachusetts General Hospital in Boston im Jahr 2004. Von 2006 bis 2010 absolvierte sie an der Universität Basel den Doktoratsstudiengang Medizin- und Gesundheitsethik, wodurch sie einen zweiten Doktortitel (Dr. phil.) erwarb. 2011 habilitierte sie sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Venia Legendi für Innere Medizin und Medizinethik und erhielt im selben Jahr die Anerkennung als Fachärztin für Innere Medizin. 2016 erwarb sie zusätzlich die Facharztbezeichnung für Hämatologie und Onkologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin.




Im Jahr 2025 wurde sie Gründungsdirektorin des Camilla-und-Georg-Jellinek-Zentrums für Ethik, Direktorin des Instituts für Medizin- und Datenethik an der Medizinischen Fakultät sowie Prodekanin für Digitalisierung der Medizinischen Fakultät.

Kursnummer 26F-V140
Kursdetails ansehen
Gebühr: 12,00
Sind Religionen gefährlich?
Mi. 21.10.2026 18:30
  Bad Reichenhall
Einzelveranstaltungen -

Viele Kriege und Konflikte werden religiös gerechtfertigt bzw. von Religionsführern verursacht. Sind Religionen vielleicht generell gefährlich? Steht Religion der Entwicklung des Menschen im Weg? Forciert sie vielleicht sogar Unfreiheit und Unterdrückung? Ist sie "Opium fürs Volk"?


Diskutieren Sie mit!

Kursnummer 26H-V137
Kursdetails ansehen
Gebühr: 12,00
Führung durch die Salzburger Festspielhäuser
Do. 29.10.2026 11:00
  A-5020 Salzburg
bis 2024: ab 2025 nicht/Betriebsbesichtigungen -

Diese Führung durch die Salzburger Festspielhäuser bietet spannende Einblicke in die weltberühmten Spielstätten der Salzburger Festspiele. Während der etwa einstündigen Besichtigung entdecken die Teilnehmer die Foyers und Zuschauerräume des Großen Festspielhauses, des Hauses für Mozart sowie der Felsenreitschule. Zudem kann – je nach aktuellem Spiel- und Probenbetrieb – mindestens eine Bühne oder Hinterbühne besichtigt werden. Da die Festspielhäuser aktiv für Opern, Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden, sind kurzfristige Änderungen im Ablauf möglich. Treffpunkt: Salzburger Festspiele Shop (Säule mit Maske, Gittertor), Hofstallgasse 1, 5020 Salzburg. Anmeldeschluss: 09.10.26!

Kursnummer 26H-V190
Kursdetails ansehen
Gebühr: 15,00
Meister Eckhart - der große deutsche Mystiker
Mi. 18.11.2026 18:30
  Bad Reichenhall
Einzelveranstaltungen -

Wer war dieser faszinierende Dominikanermönch des Hochmittelalters?


Meister Eckhart gilt als einer der herausragendsten Mystiker des Christentums, doch über Jahrhunderte geriet sein Werk fast in Vergessenheit.


Ein fast vergessener Denker: Wie konnte es dazu kommen, dass einer der bedeutendsten Theologen seiner Zeit beinahe auf dem Scheiterhaufen endete?

Die Lehren des Eckhart: Was waren die zentralen Ideen und Lehren von Meister Eckhart, die auch heute noch relevant sind?


Entdecken Sie mit uns das Leben und Wirken dieses außergewöhnlichen Mystikers und lassen Sie sich von seinen zeitlosen Einsichten inspirieren.

Kursnummer 26H-V188
Kursdetails ansehen
Gebühr: 12,00
Loading...
13.06.26 21:48:20