VHS: Demokratische Orte des Lernens
Die Volkshochschulen verstehen sich seit ihrer Gründung als demokratische Orte des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die weder Belehrung noch Parteipolitik verfolgt und die allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus fördert. In den angebotenen Lernräumen können Utopiefähigkeit und Handlungskompetenzen erfahren und entwickelt werden. Das Programmangebot des Fachbereichs "Politik - Gesellschaft - Umwelt" ist breit angelegt und umfasst sowohl politische, soziale, ökonomische, ökologische, rechtliche als auch geschichtliche, psychologische und pädagogische Themen. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung und Globales Lernen sind wesentliche gesellschaftliche Aufgaben. Die Volkshochschulen halten hier ein breites Angebot zur Information, Diskussion und zum aktiven Handeln vor. Die Veranstaltungen sind geprägt durch offenen Gedankenaustausch zwischen engagierten Menschen, in sachlichen und kontroversen Diskussionen, zur gemeinsamen Erarbeitung von Kenntnissen und Hintergrundinformationen, mit spannenden und kreativen Methoden.
Kurse nach Themen
Besichtigung der historischen Talsperre Kibling und des Einlaufbauwerkes (beides zwischen 1910 und 1913 erbaut) und des modernen Restwasserkraftwerkes.
Wichtiger Hinweis: Im Restwasserkraftwerk sind sehr viele Stufen zu überwinden! Keine medizinischen Ausschlussgründe. Bitte festes Schuhwerk anlegen. Dauer etwa 2 Stunden.
Treffpunkt: Kibling, Parkplatz ehem. Café am See.
Weltweit sind demokratische Staaten in der Minderheit, zudem schwinden oder schwächeln viele, stabil geglaubte Demokratien und es entwickeln sich Autokratien. Demokratie ist eine Gesellschaftsform, die immer wieder neu gesichert werden muss. Doch Populismus, Extremismus und demokratiefeindliche Äußerungen und Einstellungen haben auch bei uns zugenommen. Die Veranstaltung widmet sich der grundlegenden Frage, was Demokratie eigentlich ist. Was macht sie so schwierig, wodurch wird sie konkret gefährdet und wie können wir Demokratie verteidigen?
Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer, an der Universität Duisburg-Essen tätiger Politologe und Erwachsenenbildner, hat ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen entwickelt. Es ist ein vielfach erprobtes, in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg bekanntes Training gegen Populismus, Diskriminierung und Pauschalverunglimpfung.
Das Saalachkraftwerk in Bad Reichenhall ist ein Laufwasserkraftwerk zur Erzeugung von Bahnstrom mit einer Gesamtleistung von ca. 7,5 MW. Es gehört zu den ältesten noch in Betrieb befindlichen Bahnkraftwerken in Deutschland und steht heute unter Denkmalschutz. Das Kraftwerk wurde von 1910 bis 1913 für die Bahnstromversorgung der neu elektrifizierten Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden erbaut. Das nötige Wasser erhält es vom nahe gelegenen Saalachsee, der hierfür angelegt wurde. Offizielle Eröffnung war am 1. Januar 1914. Das Kraftwerk befindet sich im Ortsteil Kirchberg und wird von der DB Energie GmbH betrieben.
Wichtiger Hinweis: Personen mit aktiven Implantaten (z. B. Herzschrittmacher, Cochlea-Implantat) können leider nicht teilnehmen. Es sind Stufen zu überwinden.
Bitte festes Schuhwerk anlegen. Dauer etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Treffpunkt: KW Reichenhall, Thumseestraße 25, Haupttor.
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich?
Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen.
Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Verschwörungstheorien erfüllen für diejenigen, die an sie glauben, wichtige identitätsstiftende Funktionen; sie sind aber meist auch als Symptome für reale oder als real empfundene und mitunter durchaus legitime Sorgen, Nöte und Missstände. Entsprechend ist es wenig sinnvoll, wenn im persönlichen Umgang auf Fakten insistiert oder gesamtgesellschaftlich nur die Symptomebene adressiert wird. Der Vortrag wird dagegen Vorschläge für einen zielführenderen Umgang auf unterschiedlichen Ebenen machen.
Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen und ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Veröffentlichungen gehören „Nichts ist, wie es scheint“: Über Verschwörungstheorien (Berlin: Suhrkamp, 2018), eine allgemeine Einführung ins Thema, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde, und "Die Alarmierten: Was Verschwörungstheorien anrichten" (Berlin: Suhrkamp, 2025).
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben.
Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen.
Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert.
Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte.
Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Kennen Sie das Dorf in der Stadt? Ein Kleinod mitten in Bad Reichenhall - das Florianiviertel oder auch Obere Stadt genannt, das älteste noch erhaltene Viertel von Bad Reichenhall. Hier verbergen sich so einige Geheimnisse hinter mittelalterlichen Fassaden, die so gut erhalten sind, dass das Viertel auch immer wieder als Drehort und Filmkulisse für zahlreiche Fernsehserien dient. Tauchen Sie ein in die “gute alte Zeit”, in Brauchtum und Kultur unserer Alpenregion.
Bei dieser Führung erfahren Sie auch einiges über die Alte Saline, die Holztrift und den ältesten noch in Kraft befindlichen Staatsvertrag Europas.
Die Dozentin nimmt Sie mit auf eine Zeit- und Kulturreise, auf der auch alteingesessene Reichenhaller noch neue Details über ihre Stadt entdecken können.
Anmeldung bis spätestens 08.06.2026.
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Haus energieeffizienter zu machen. Eine energetische Sanierung kann den Energiebedarf halbieren. Das steigert den Wohnkomfort sowie den Wert der Immobilie. In diesem Vortrag zeigen wir, wie man eine Sanierung angeht: Grundsätzliches Vorgehen bei einer geplanten Sanierung, Dämmung von Fassade, Dach und Keller des Hauses, Fenster- und/oder Türentausch, Optimierung der Heizung und Warmwasserbereitung, Einsatz von Erneuerbaren Energien, Fördermittel für Sanierungen.
Zielgruppe: Ein- und Zweifamilienhausbesitzer
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern statt.
Referent: Mathias Rösch, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bayern e.V.
Der Link zum Vortrag wird nach der Anmeldung zugeschickt. Bitte beachten Sie, dass der Zugang zum virtuellen Raum der Veranstaltung erst möglich ist, nachdem die Anmeldung über das Anmeldeformular der Verbraucherzentrale in Edudip erfolgt ist.
Während der letzten Regierung der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) hat Polen eine tiefgreifende politische, institutionelle und gesellschaftliche Umgestaltung durchlaufen. Eine Verschärfung der gesellschaftlichen Polarisierung sowie eine starke Betonung der nationalen Souveränität trafen auf Protest aber auch Unterstützung im In- und Ausland. Der Vortrag geht der Frage nach, wie die PiS innerhalb kurzer Zeit Rechtsstaat und Demokratie in Polen nachhaltig veränderte und mit welchen Strategien die aktuelle Regierung unter Donald Tusk diesem Erbe begegnet.
Mareike zum Felde ist Chefredakteurin der Vierteljahreshefte zur Arbeits- und Wirtschaftsforschung an der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. 2025 promovierte sie an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen zu politischen Eliten und Hochschulpolitik in Polen nach 1989. Zuvor schloss sie den Elitestudiengang Osteuropastudien mit dem Schwerpunkt Vergleich politischer Systeme an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab.
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert.
Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser.
Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand.
In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt.
Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.
Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS-Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
Der Sommer lädt ein zu federleichten Wortschöpfungen und eigen-sinnigen Texten. Von A wie Alliteration bis Z wie Zauberwort lernen Sie das wertfreie, entdeckende Schreiben kennen als fantasievolle Methode des Selbstausdrucks. Inspiriert durch die wundervolle Fraueninsel können wir Gefühlen Ausdruck verleihen und mit Worten spielen. Der Fokus liegt nicht auf einem perfekten Ergebnis sondern darin, „den Stift schreiben zu lassen“, wir überraschen uns selbst. Freuen Sie sich auf erfrischende Methoden und journalistische Impulse wie knackiger Titel, szenischer Einstieg, Spannungsbogen und mehr.
Termin: Samstag 20. Juni 2026, 09.30 – 16.30 Uhr, Mittagspause mit eigener Verpflegung.
Kursgebühr € 75,-
Rauminfo 09.30 Uhr an der Klosterpforte. HINWEIS: Die Kosten der Überfahrt sind nicht in den Kursgebühren enthalten! Schiff 09.00 Uhr ab Prien-Stock (ohne Gewähr).
Kursort: Abtei der Benediktinerinnen Frauenwörth im Chiemsee, Frauenchiemsee 50, 83256 Frauenchiemsee.
Kursvoraussetzungen: Anfängerkurs und mindestens 1 Jahr Spielpraxis. Spielsicherheit in den Varianten Sauspiel, Wenz, Solo. Skript ist in den Kursgebühren enthalten.
Sie kennen und können Schafkopfen, das "grandiose bayrische Spiel" mit Herz und Verstand! Leider spielen Sie etwas eingerostet, haben keine Mitspieler - oder es fehlt die nötige Taktik und die Gedächtnisleistung muss wieder auf das nötige Niveau gehoben werden? Frischen Sie Ihre Kenntnisse auf und lernen Sie nette Leute kennen, um vielleicht nach dem Kurs z. B. an einem offenen Schafkopfstammtisch teilzunehmen.
Haben Sie Ihr Spiel schon erweitert mit einem Schieber, Bettel, Ramsch, Hochzeit, oder gar die Närrische und Weslingerrunde gespielt?
Sigi Wenz, der Schafkopfcoach, wird Sie wieder fit machen. Keine Angst, hier geht's um den Spaß und es wird "ohne Einsätze" gespielt. Es macht somit einen Riesenspaß, auch mal quer oder andersherum zu denken!
Termine: Mo/Di, 22.06./23.06.2025
Der Vortrag behandelt das Verhältnis von Geschlechterverhältnissen und Demokratie: Autoritäre und autokratische Regime untergraben Geschlechtergerechtigkeit, wie sie für demokratische Gesellschaften wesentlich ist, indem sie queere Lebensweisen delegitimieren, eine vermeintlich natürliche Geschlechterordnung verfestigen und damit demokratische Errungenschaften unterlaufen. Aktuelle Beispiele aus Ungarn, den USA oder Deutschland zeigen, dass antifeministische Strömungen und Angriffe auf queere Menschen nicht nur verfassungsgemäße Grundrechte verletzen, sondern ein zentrales Instrument zur Normalisierung autoritärer Politik darstellen. Studiendaten bestätigen, dass antifeministische und transfeindliche Einstellungen vor allem im rechten politischen Spektrum verbreitet sind und die Demokratie von innen gefährden.
Franziska Martinsen ist Professorin für Politische Theorie und derzeit Geschäftsführende Direktorin am Institut für Politikwissenschaft der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät, Universität Duisburg-Essen. Zudem ist sie dort Vorstandsvorsitzende des fakultätsübergreifenden Forschungszentrums Centre for Global Cooperation. Sie hat zu vielfältigen Themenstellungen der Radikalen Demokratietheorie, zur kritischen Erweiterung des Menschenrechtsdenkens, zur feministischen Politischen Theorie und zur politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung publiziert.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus.
Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell.
Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist.
Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung.
Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis.
Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung.
Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Haben Sie schon immer einmal Lust gehabt, ein altes bayerisches Gesellschaftsspiel zu lernen? Wenn Sie gerne mit Menschen zusammen sind, Geselligkeit schätzen, in einer gemütlichen Runde sich entspannen wollen, dabei Ihr Gedächtnis mit komplexen Spielelementen trainieren wollen, dann kommen Sie zu uns. An 3 Abenden lernen Sie die Schafkopfregeln und das sehr unterhaltsame Spiel mit der "grünen Sau", einem "verreckten Tschang Wang" oder wie wir mit einer Sau davonlaufen! Auch zugewanderte "Südschweden" oder "Nordtoskaner" erlernen es schnell. Jeder kann dieses Spiel lernen und seinen Spaß daran haben. Es wird "ohne Einsätze" gespielt. Kursvoraussetzungen: Keine. Skript ist in den Kursgebühren enthalten.
Termine: Mi/Do/Fr, 24./25./26.06.2026.
Personalisierte Medizin, genetische Tests bei Neugeborenen, Entscheidungen am Lebensende: Die Medizin kann heute immer mehr – doch was ist sinnvoll, gerecht und verantwortbar? Der Vortrag zeigt, wie Medizinethik Orientierung gibt und Entscheidungsräume absteckt.
Eva Winkler ist eine deutsche Ärztin und Medizinethikerin. 2024 wurde sie in den Deutschen Ethikrat berufen, dem sie als stellvertretende Vorsitzende angehört. Sie ist außerdem Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.
Akademischer und beruflicher Werdegang: Sie studierte Humanmedizin an der Universität Heidelberg sowie an der Freien Universität Berlin. Von 2002 bis 2004 war sie Forschungsfellow in Medizinethik an der Division of Medical Ethics der Harvard Medical School sowie am Edmond and Lily Safra Ethics Center der John F. Kennedy School of Government, gefolgt von einer Fellowship am Massachusetts General Hospital in Boston im Jahr 2004. Von 2006 bis 2010 absolvierte sie an der Universität Basel den Doktoratsstudiengang Medizin- und Gesundheitsethik, wodurch sie einen zweiten Doktortitel (Dr. phil.) erwarb. 2011 habilitierte sie sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Venia Legendi für Innere Medizin und Medizinethik und erhielt im selben Jahr die Anerkennung als Fachärztin für Innere Medizin. 2016 erwarb sie zusätzlich die Facharztbezeichnung für Hämatologie und Onkologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin.
Im Jahr 2025 wurde sie Gründungsdirektorin des Camilla-und-Georg-Jellinek-Zentrums für Ethik, Direktorin des Instituts für Medizin- und Datenethik an der Medizinischen Fakultät sowie Prodekanin für Digitalisierung der Medizinischen Fakultät.
„Sei frech und wild und wunderbar“, frei nach Pippi Langstrumpf wollen wir uns heute selbst überraschen und schreiben, malen, glücklich sein. Im kreativen Tun stärken wir unser Selbstvertrauen und lösen uns von der
Anerkennung Anderer. Womit fühlen wir uns wohl, was ist für uns richtig? Was zieht uns an? Was wünscht sich unser Herz? Wer oder was bremst uns? Lassen wir beherzt die Meinungen und Wünsche unserer lieben Mitmenschen einmal beiseite, kommen wir auf frische Ideen, die genau zu uns passen. In gelöster Atmosphäre genießen wir außergewöhnliche Stunden auf Frauenwörth. Am Ende des Tages haben wir die Insel in uns selbst entdeckt und kehren beflügelt ans Ufer zurück. Bitte mitbringen: Schreibzeug und Malsachen.
Kursinhalte:
- intuitiv schreiben
- meditativ malen
- kreativ fotografieren
- die Poesie der kühnen Worte
- journalistische Impulse
Termin: 04. Juli 2026, 09.30 – 16.30 Uhr, Mittagspause mit eigener Verpflegung.
Rauminfo 09.30 Uhr an der Klosterpforte. HINWEIS: Die Kosten der Überfahrt sind nicht in den Kursgebühren enthalten! Schiff 09.00 Uhr ab Prien-Stock (ohne Gewähr).
Kursort: Abtei der Benediktinerinnen Frauenwörth im Chiemsee, Frauenchiemsee 50, 83256 Frauenchiemsee.
Oft sagen wir JA und meinen das Gegenteil, dabei hilft ein freundliches, entschiedenes NEIN zur rechten Zeit, um natürliche Grenzen zu setzen. Das ist nicht immer gemütlich! Gleichwohl stellt es eine wichtige Kompetenz dar, um einige Energien zu bündeln und Bedürfnisse zu erfüllen.
Wir trainieren Möglichkeiten des annehmbaren Nein-Sagens und charmanten Sich Abgrenzens. Wir stärken uns mit klugen Impulsen, humorvollen Erkenntnissen und Rollenspiel. Wir erleben, dass ein NEIN zum Anderen ein JA zu uns selbst ist. Vor den Konsequenzen scheuen wir uns - doch wer sich klar ausdrückt, wird sich selber treu, erntet Anerkennung und Respekt. Kursinhalte: Smart kommunizieren, Selbstfürsorge im Alltag, die Kiss-Formel, ein kleines Rollenspiel.
Termin: 11. Juli 2026, 09.30 – 16.30 Uhr, Mittagspause mit eigener Verpflegung.
Kursgebühr € 75,-
Rauminfo 09.30 Uhr an der Klosterpforte. HINWEIS: Die Kosten der Überfahrt sind nicht in den Kursgebühren enthalten! Schiff 09.00 Uhr ab Prien-Stock (ohne Gewähr).
Kursort: Abtei der Benediktinerinnen Frauenwörth im Chiemsee, Frauenchiemsee 50, 83256 Frauenchiemsee.
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt.
Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben.
Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums.
Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten.
Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Besichtigung der historischen Talsperre Kibling und des Einlaufbauwerkes (beides zwischen 1910 und 1913 erbaut) und des modernen Restwasserkraftwerkes.
Wichtiger Hinweis: Im Restwasserkraftwerk sind sehr viele Stufen zu überwinden! Keine medizinischen Ausschlussgründe. Bitte festes Schuhwerk anlegen. Dauer etwa 2 Stunden.
Treffpunkt: Kibling, Parkplatz ehem. Café am See.
"Wenn man gut mit anderen Menschen auskommen will, dann laß sie - sie selbst sein" (Willen Nelson)
Das Enneagramm hilft uns, die Motivation, die Dynamik und die Erfahrungen aller neun ’Strukturen’ und auch ihre Interaktion in Beziehungen zu verstehen. Dieses Verständnis wiederum gibt uns die Kraft und Klarheit, uns bewusst weiter zu entwickeln - und das in jeder Art von Beziehung. Das Ziel des Seminars ist es, Beziehungen konfliktärmer und gelingender zu gestalten. Den eigenen ‚Typus‘ und den des Partners/Partnerin zu erkennen, gibt das bessere Verstehen, die größere Toleranz und die Freude die eigenen Stärken ausleben zu können. Die Stärken des anderen aus dem ‚Enneagramm-Blickwinkel‘ (neu) zu entdecken gibt Ihnen die Möglichkeit, Beziehungen bewusster zu gestalten und zu leben. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat.
Das Saalachkraftwerk in Bad Reichenhall ist ein Laufwasserkraftwerk zur Erzeugung von Bahnstrom mit einer Gesamtleistung von ca. 7,5 MW. Es gehört zu den ältesten noch in Betrieb befindlichen Bahnkraftwerken in Deutschland und steht heute unter Denkmalschutz. Das Kraftwerk wurde von 1910 bis 1913 für die Bahnstromversorgung der neu elektrifizierten Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden erbaut. Das nötige Wasser erhält es vom nahe gelegenen Saalachsee, der hierfür angelegt wurde. Offizielle Eröffnung war am 1. Januar 1914. Das Kraftwerk befindet sich im Ortsteil Kirchberg und wird von der DB Energie GmbH betrieben.
Wichtiger Hinweis: Personen mit aktiven Implantaten (z. B. Herzschrittmacher, Cochlea-Implantat) können leider nicht teilnehmen. Es sind Stufen zu überwinden.
Bitte festes Schuhwerk anlegen. Dauer etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Treffpunkt: KW Reichenhall, Thumseestraße 25, Haupttor.
Das Berufsleben stellt uns täglich vor neue Herausforderungen. Das Seminar ‚Das Enneagramm im Business‘ hilft die soziale Kompetenz zu erweitern und fördert das konstruktive Miteinander auf allen Geschäftsebenen. Es vergrößert die Fähigkeit, die eigenen Stärken noch bewusster einzusetzen, um größere Souveränität im Umgang mit anderen Menschen zu ‚erleben‘ und um den eigenen beruflichen Bereich konfliktärmer und erfolgreicher zu gestalten. Vorkenntnisse sind erforderlich. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat.
Wahlergebnisse und aktuelle Umfragen machen es sichtbar: Krisen verunsichern. Während das Vertrauen in die gemäßigten Parteien sinkt, erhalten antipluralistische Kräfte deutlichen Zulauf. Das ist nicht allein die Schuld der digitalen Netzwerke, aber diese erleichtern das Geschäft der Krisenprofiteure.
Im Vortrag werden die Ursachen für den Vertrauensverlust analysiert und aufgezeigt, warum nicht nur die gemäßigten Parteien sowie die klassischen Medien, sondern immer mehr auch unser demokratischer Verfassungsstaat unter Druck geraten. Es geht um die Auswirkungen der sog. „Brandmauer“ und um die Frage, wie wir unseren demokratischen Verfassungsstaat vor einem Abgleiten in ein System des sog. „sanften Autoritarismus“ schützen können.
Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing und (beurlaubte) Professorin für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München, ist einem breiteren Publikum als „Stammgast“ beim Sonntags-Stammtisch im Bayerischen Rundfunk bekannt.
Der Klimawandel, absehbar knapper werdende Ressourcen, politische Handlungsfähigkeit, Sinnkrisen sowie die Digitalisierung lassen das industrielle Wohlstandsmodell erodieren. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Demnach wäre ein prägnanter Rückbau industrieller und globaler Produktionsketten vonnöten. Suffizienz, moderne Subsistenz und Regionalversorgung wären entscheidende Gestaltungsoptionen. Zudem wäre das Leben in einer Postwachstumsökonomie sesshafter, also an kerosinfreiem Glück orientiert.
Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte 1993, habilitierte sich 2005, lehrt derzeit als außerplanmäßiger Professor an der Universität Siegen im Bereich Plurale Ökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen insbesondere Klimaschutz, Produktionswirtschaft, nachhaltiger Konsum, Ökologische Ökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik.
Der Großteil unserer Debatten über Migration aus Afrika setzt beim Ankommen in Europa an, obwohl die entscheidenden Weichen viel früher gestellt werden. Der Vortrag zeigt, wie Krisen und Zukunftserwartungen, wirtschaftliche Perspektiven, soziale Netzwerke, Information, Risiken und rechtliche Hürden zusammenwirken und warum Binnenmigration meist wichtiger ist, als es der europäische Blick vermuten lässt. Abschließend geht es darum, welche Schlussfolgerungen sich daraus für die deutsche und europäische Migrations- und Entwicklungspolitik ergeben.
Prof. Dr. Tobias Heidland ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Kiel und Leiter des Forschungszentrums „Internationale Entwicklung“ am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Er forscht zu Migration, globalen Kapitalströmen und wirtschaftlicher Entwicklung, insbesondere in Afrika, berät die Politik zu entwicklungsökonomischen und migrationspolitischen Fragen und tritt zu diesen Themen auch medial auf.
Die brasilianische Regierung strebt eine Weltordnung an, die sich auf das Völkerrecht stützt und Multipolarität mit starkem Multilateralismus verbindet. Im Einklang damit verweigert sich das südamerikanische Land Blockbildungen, engagiert sich im System der Vereinten Nationen und beteiligt sich an minilateralen Foren wie BRICS+. Der Vortrag behandelt die Rolle dieser Staatengruppe in den internationalen Beziehungen Brasiliens sowie die Widersprüche und Herausforderungen, die sich aus den außenpolitischen Prioritäten des Landes in einer geopolitisierten Welt ergeben.
Dr. Claudia Zilla ist Politikwissenschaftlerin und Senior Fellow bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), dem Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit in Berlin. Seit 2005 ist sie Mitglied der SWP-Forschungsgruppe Amerika, deren Leitung sie von 2012 bis 2019 innehatte. In den Jahren 2014/2015 war sie Fritz-Thyssen-Fellow am Weatherhead Center for International Affairs der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Sie studierte und promovierte an der Universität Heidelberg. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt regional auf Lateinamerika, insbesondere Südamerika, sowie auf den deutsch- bzw. europäisch-lateinamerikanischen Beziehungen.
Im Verlauf der Pandemie und anhaltender Krisenerfahrungen hat sich das politische Vertrauen in Deutschland stark verändert. Welche gesellschaftlichen Gruppen waren hier besonders betroffen? Wie hängt dies mit der Verbreitung von Verschwörungserzählungen zusammen? Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen bis heute? Weshalb ist politisches Vertrauen für gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig?
Dr. Steffen Wamsler ist Politikwissenschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator des Projekts „Politische Einstellungen und politische Partizipation in Folge der Covid-19 Pandemie“ am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg. Das Projekt befasst sich mit Veränderungen z.B. im politischen und sozialen Vertrauen, Verschwörungsgläubigkeit oder politischer Selbstwirksamkeit im Rahmen der Pandemie und zusammenhängender sozialer Ungleichheiten. Neben diesen Themen forscht Steffen Wamsler auch zu Populismus, Emotionen in der Politik und Einstellungen zur Demokratie.
In diesem Kurs lernen Sie Techniken zur Ideenfindung - ob beruflich oder privat. Sie lernen, mal ganz anders an eine Sache oder an eine Idee heranzugehen. Das Ziel des Seminars ist es, eine Verbindung zwischen vorhandenem Wissen und neuen Ideen zu schaffen und mit Hilfe von Kreativität-Techniken ein stetig wachsendes Ideen-Netz zu knüpfen. Ebenso fördert das Seminar gehirn-gerechtes 'out-of-the-box' Denken. Bitte bringen Sie etwas zu schreiben mit. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Diese Führung durch die Salzburger Festspielhäuser bietet spannende Einblicke in die weltberühmten Spielstätten der Salzburger Festspiele. Während der etwa einstündigen Besichtigung entdecken die Teilnehmer die Foyers und Zuschauerräume des Großen Festspielhauses, des Hauses für Mozart sowie der Felsenreitschule. Zudem kann – je nach aktuellem Spiel- und Probenbetrieb – mindestens eine Bühne oder Hinterbühne besichtigt werden. Da die Festspielhäuser aktiv für Opern, Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden, sind kurzfristige Änderungen im Ablauf möglich. Treffpunkt: Salzburger Festspiele Shop (Säule mit Maske, Gittertor), Hofstallgasse 1, 5020 Salzburg. Anmeldeschluss: 09.10.26!
Immer wieder gerät der Iran in die Schlagzeilen, durch sein Atomprogramm, die Unterstützung terroristischer Gruppen oder die gewaltsame Unterdrückung jeglichen Widerstands im eigenen Land – und in letzter Zeit auch durch kriegerische Auseinandersetzungen mit Israel und den USA. Dieser Vortrag konzentriert sich auf das politische und rechtliche System der Islamischen Republik und die Verletzung der Menschenrechte im Land sowie die Personengruppen, die besonders davon betroffen sind. Im besonderen Fokus: die Unterdrückung von Frauen und Minderheiten, politische Haft und Folter und die Anwendung der Todesstrafe.
Der Referent, Dieter Karg, ist Sprecher der Iran-Koordinationsgruppe von Amnesty International Deutschland. Die Gruppe ist das Bindeglied zwischen Amnestys Ermittlungsabteilung in London und den lokalen Amnesty-Gruppen, unterstützt sie bei ihren Aktionen, leitet Informationen weiter und beantwortet Anfragen von Medien. Dieter Karg ist Lehrer und Übersetzer im Ruhestand, wohnt in Leipzig, ist verheiratet mit einer Iranerin und hat zwei Kinder.
Noch heute ist unser Bild von Hitler stark von historischen Fotografien geprägt. Den weitaus größten Teil davon schuf Heinrich Hoffmann, seit den 1920ern Hitlers Leibfotograf und enger Vertrauter. Gemeinsam inszenierten sie den Diktator so, wie es die Propaganda erforderte: mal als fürsorglichen Volkskanzler, mal als martialischen Feldherren. Der Vortrag bietet einen Blick hinter die Propagandabildwelten und zeigt anhand von Hoffmanns Wirken, wie die Aufnahmen inszeniert, teils auch manipuliert und massenhaft verbreitet wurden, um den Diktator ins rechte Licht zu setzen. Und er geht darauf ein, wie die Bilder nachwirken und welche Tricks der Fotopropaganda bis heute fortleben.
Dr. Sebastian Peters ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator für die Dokumentation Obersalzberg am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Er forscht u.a. zum Thema Propaganda im Nationalsozialismus. 2025 erschien dazu seine Dissertation, eine Biografie von Hitlers Leibfotografen Heinrich Hoffmann.
Zwischen den Straßen Teherans, den umkämpften Vierteln Beiruts und den zerstörten Städten im Gazastreifen verdichten sich die Spannungen zu einem explosiven Geflecht aus Machtkämpfen, Vergeltungsschlägen und geopolitischen Rivalitäten. Während die Islamische Republik Iran um den Machterhalt kämpft, der Libanon unter der Last innerer und äußerer Konflikte ächzt und im Gazastreifen die humanitäre Lage dramatisch eskaliert, rückt die gesamte Region gefährlich nah an einen neuen Wendepunkt. Die Frage ist längst nicht mehr, ob sich die Lage zuspitzt – sondern wohin diese Dynamik die Menschen im Nahen Osten als Nächstes treibt.
Der Politikwissenschaftler und Historiker Dr. Jochen Zellner ist Stellvertretender Leiter der Europäischen Akademie Bayern e. V. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u. a. der Nahe und Mittlere Osten, die Staaten und Systeme in Afrika, die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie Extremismus und Populismus in Europa.
Politik verändert sich rasant – neue Krisen, Konflikte und Debatten entstehen oft kurzfristig. Diese Veranstaltung setzt genau dort an: Sie orientiert sich an aktuellen Ereignissen und Brennpunkten. Oder sie zeigt Brennpunkte der Weltpolitik auf, die fast schon vergessen erscheinen, da sie nicht (mehr) in den Medien berichtet werden, aber nach wie vor hochbrisant sind. Das konkrete Thema wird wenige Wochen vor dem Termin entschieden. Mit diesem Vorgehen können wir flexibel auf neue Entwicklungen reagieren, sie einordnen, analysieren und diskutieren.
Der Politikwissenschaftler und Historiker Dr. Jochen Zellner ist Stellvertretender Leiter der Europäischen Akademie Bayern e. V. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen u. a. der Nahe und Mittlere Osten, die Staaten und Systeme in Afrika, die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sowie Extremismus und Populismus in Europa.
Seit der Einführung von ChatGPT Ende November 2022 hat sich generative künstliche Intelligenz rasant verbreitet und findet in vielen gesellschaftlichen Bereichen Verwendung. Diese Entwicklung wird von großer Aufmerksamkeit, aber auch Hoffnungen und Ängsten begleitet. Was davon ist begründet, was der Aufregung und dem Hype um die neue Technologie zuzuschreiben? Im Vortrag wird aus der Perspektive der Technikfolgenabschätzung ein Blick auf generative KI geworfen. Anhand von konkreten Anwendungsfällen wie z.B. Deepfakes soll eingeordnet werden, was sich über die Auswirkungen mittlerweile wissen lässt und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit der Technologie gestaltet werden kann.
Steffen Albrecht berät als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages die Abgeordneten zu den Auswirkungen neuer Technologien, insbesondere im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Pandemien, veränderte sicherheitspolitische Lagen, Extremwetterereignisse - der Bevölkerungsschutz steht immer wieder vor neuen oder sich ändernden Herausforderungen. Daraus entsteht eine Aufgabe: Der Bevölkerungsschutz muss sich stetig weiterentwickeln. Wie fordert der Klimawandel beispielsweise die Akteure im Bevölkerungsschutzsystem, sich an stetig wandelnde äußerliche Bedingungen anzupassen? Und was genau treibt unter der Wasseroberfläche der klassischen Gefahren von Starkregen oder Dürren? Wie sehr sind wir eigentlich von Kritische Infrastrukturen (KRITIS) abhängig? Welche Rolle spielt der Weltraum bei diesen Überlegungen? Im Vortrag werden diese zwei Perspektiven als Beispiele für aktuelle Arbeiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dargestellt.
David Zabala Gepp ist beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) tätig. Sein Studium der Politikwissenschaften hat er in Bonn absolviert und mit einem Master of Arts abgeschlossen. Fokus seiner Interessen und Publikationen ist die Abhängigkeit moderner Gesellschaften von Weltrauminfrastruktur.
René Kwiatkowski ist beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) tätig. Sein Studium der Geographie hat er in Bonn absolviert. Den Abschluss hat er mit dem Schwerpunkt „Umweltsysteme im Wandel“ mit dem Master of Science abgelegt. In seiner Arbeit befasst er sich mit dem Thema „Bevölkerungsschutz im Klimawandel“.
